Das 10 Sekunden Prinzip

Eine Frau stand an der Supermarkt Kasse an. Die bemitleidenswerte Frau direkt vor ihr, die versuchte, drei kleine Kinder in Schach zu halten, verlor gerade die Beherrschung. Es war der Alptraum einer jeden jungen Mutter, wenn nicht schlimmer.

Eines ihrer Kinder stand mit laufender Nase im mittlerweile leeren Einkaufwagen; ein anderes heulte mit ungefähr 100 Dezibel und klammerte sich an das Bein der Mutter wie an einen Baum mitten im Wirbelsturm; ein drittes war irgendwohin davongelaufen. Zwischenzeitlich war die einzige Kreditkarte der verzweifelten jungen Frau nicht akzeptiert worden. Sie hatte die Hälfte des Inhalts ihrer Handtasche auf das Laufband geschüttet und wühlte verzweifelt durch das Durcheinander von Schlüsseln, zerknitterten Kassenzetteln, Make-up und Babyspielzeug, um genug Bargeld für Ihre Lebensmittel zusammenzubekommen. Wie jede gute Mutter suchte sie aus den Augenwinkeln gleichzeitig hektisch die Umgebung nach ihrem verschollenen Sohn ab.

Die bedauernswerte Frau schien Angang dreissig zu sein, aber die Zeit und das Leben warn nicht sanft mir ihr umgesprungen. Die Falten in ihrem Gesicht, das strähnige, kraftlose Haar und die billigen Kleider, die sie trug, schrien arm – arm in finanzieller wie geistlicher Hinsicht. Wenn solchen das Himmelreich gehört, ist sie in ihrem nächsten Leben vielleicht eine Königin. Aber im Moment war ihr jede Hoffnung, die über den täglichen Überlebenskampf hinausging, abhandengekommen; ihr Gesicht wirkte einfach nur verzweifelt. Plötzlich wurde sie langsamer und hielt inne, beide Hände mitten im Haufen des Handtascheninhalts auf dem Laufband. Ihre Augen starrten ausdruckslos nach unten ins Leere, als hätte sie alle Energie und das, was sie vorher noch angetrieben hatte, verloren.

Die Frau hinter ihr, die bislang unbeteiligt zugeschaut hatte, sagte: «Hier, das sollte Ihr Problem lösen.» Sie reichte der Kassiererin ihre Kreditkarte. Die schaute von der Kreditkarte zu der verdutzten jungen Mutter. Keine von beiden schien zu wissen, was als Nächstes zu tun war. «Das ist wirklich nicht nötig», sagte die Mutter und schob sich die Haare aus dem Gesicht. Sie sah nun noch verlegener aus. Neues Leben kam in sie und sie begann wieder, durch den Haufen aus ihrer Handtasche zu kramen. «Nein, ich meine es ernst», sagte die Frau aus der Schlange leise, um die Mutter nicht noch mehr blosszustellen. «bitte lass Sie mich das für sie tun – und für Ihre Kinder.» Sie signalisierte der Kassiererin, mit dem Bezahlvorgang fortzufahren. «Ich habe ein Auge auf Ihre Einkäufe, wenn Sie Ihren Sohn suchen wollen.»

Die Junge Mutter tat sich sichtlich schwer damit, zu verstehen, was gerade passiert war, aber bei dieser Bemerkung kehre ihr Mutterinstinkt zurück. Nach einem schnellen, verlegenen «Danke» war sie ihre Sachen hastig zurück in die Handtasche un eilte, mit einem Kind auf dem Arm und dem anderen fest an der Hand, von dannen, um ihr verlorenes Schäfchen zu finden. Als die grösszügige Frau eine Weile später sah, dass die Mutter zurückkam – die Familie wieder vollständig –, drehte sie sich um, um zu gehen.

«Einen Moment – bitte», rief die junge Mutter. Während sie ihre drei miteinander zankenden Kinder zu ihrem Einkaufswagen schleifte, sagte sie zu der Frau: «Vielen herzlichen Dank – aber kennen wir uns!» Die Frau lächelte. «Nein, ich kann mich nicht erinnern, Sie schon einmal gesehen zu haben.»

Aber warum haben Sie dann angeboten, für meine Einkäufe zu bezahlen?»

«Ich bin Christ», sagte die Frau einfach. «Als ich hinter Ihnen stand, hatte ich den Eindruck, dass Jesus mich bat, für Ihre Einkäufe zu bezahlen, also ich es getan. So einfach ist das. Da alles, was ich habe, ohnehin Gott gehört, hat ER Ihre Rechnung bezahlt – nicht ich. Danken Sie einfach Jesus, wenn Sie möchten. Ich wünsche ihnen noch einen schönen Tag.»

Und mir einem Lächeln drehte sich die Frau um und ging.

In 10 Sekunden Jesus gehorchen!!

Und genau so lasst eure guten Taten leuchten vor den Menschen, damit alle sie sehen können und euren Vater im Himmel dafür rühmen. (Matthäus 5.16)

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